Sonderausstellung

Erster Weltkrieg — Pinneberger Schicksale

26.9.2014–31.3.2015

Nach einer über 40jährigen Frie­dens­zeit begann im Som­mer 1914 der Ers­te Welt­krieg. Der Kriegs­be­geis­te­rung des Jah­res 1914 folg­te schnell die Ernüch­te­rung.

Der „Spa­zier­gang nach Paris“ fand nicht statt und vie­le Tote und Ver­wun­de­te waren bald zu bekla­gen. So mel­de­te Anfang Sep­tem­ber 1914 das Pin­ne­ber­ger Tage­blatt: „Am 28. August 1914 starb den Hel­den­tod fürs Vater­land im See­ge­fecht bei Hel­go­land Kor­vet­ten­ka­pi­tän Wil­helm Franck, 1. Offi­zier S.M Schiff Ari­ad­ne“.

Der Schwer­punkt der Aus­stel­lung Ers­ter Welt­krieg — Pin­ne­ber­ger Schick­sa­le, die vom Pin­ne­berg Muse­um und der VHS-Geschichts­werk­statt erar­bei­tet wur­de, liegt in der Dar­stel­lung kon­kre­ter Schick­sa­le, zum Teil nur bruch­stück­haft über­lie­fert, zum Teil aber auch über den Krieg hin­aus detail­liert doku­men­tiert. Grund­la­ge hier­für sind Berich­te von Ange­hö­ri­gen, die auf Erzäh­lun­gen beru­hen, sowie schrift­li­che Dar­stel­lun­gen der Ver­stor­be­nen. Beson­ders wert­vol­le Erkennt­nis­se las­sen sich aus den Tage­buch­auf­zeich­nun­gen und Feld­post­brie­fen zie­hen, die die Sol­da­ten wäh­rend des Krie­ges ver­fasst haben.

Neben die­sen Auf­zeich­nun­gen wer­den zahl­rei­che Expo­na­te aus dem Besitz von Pin­ne­ber­ger Fami­li­en gezeigt, die uns als Leih­ga­ben zur Ver­fü­gung gestellt wur­den. So wer­den natür­lich Fotos und Post­kar­ten sowie Doku­men­te und Aus­zeich­nun­gen zuse­hen sein, aber auch über­ra­schen­de Objek­te, wie etwa ein Buch, in das eine Pis­to­len­ku­gel ein­ge­drun­gen war, wer­den in der Aus­stel­lung prä­sen­tiert.

Wei­ter­hin wird dar­ge­stellt, wie die Kriegs­er­eig­nis­se, die Kriegs­wirt­schaft und die Ver­sor­gungs­la­ge das All­tags­le­ben vor Ort ver­än­der­ten.

Wir dan­ken den vie­len Leih­ge­bern und den Mit­glie­dern der VHS-Geschichts­werk­statt für Ihre Unter­stüt­zung.