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Kriegsvorbereitung

Schon bald nach der Macht­über­nah­me begann im August 1933 die Orga­ni­sa­ti­on des Luft­schut­zes in der Stadt Pin­ne­berg. Ab Dezem­ber 1933 wies im Zen­trum der Stadt direkt vor dem Rat­haus eine auf­fäl­li­ge sym­bo­li­sche Flie­ger­bom­be auf den jetzt als not­wen­dig ange­se­he­nen Luft­schutz hin.

Arbeitsfront

Am 1.5.1933 war die Mai­fei­er in Pin­ne­berg zum ers­ten Mal von der Natio­nal­so­zia­lis­ti­schen Betriebs­zel­len­or­ga­ni­sa­ti­on (NSBO) aus­ge­rich­tet wor­den. 1934 ver­öf­fent­lich­te die NSBO (spä­ter Deut­sche Arbeits­front DAF) in einer Zei­tung prä­zi­se Vor­schrif­ten für den Mai-Umzug:

Schule

Berich­te der „Volks­schu­le“ Pin­­ne­berg-Nord geben Auf­schluss über ihre Situa­ti­on wäh­rend des Krie­ges, die sicher im Wesent­li­chen über­trag­bar ist auf die ande­ren Schu­len der Stadt. Bei Kriegs­aus­bruch wur­den die Schu­len wegen der Gefahr von Luft­an­grif­fen vom 1. bis 10.9.1939 erst ein­mal geschlos­sen.

Siedlungsbau

Nach der Macht­über­nah­me ver­kün­de­ten die Natio­nal­so­zia­lis­ten den Beginn der „Arbeits­schlacht“, die in spä­tes­tens vier Jah­ren zur Über­win­dung der Arbeits­lo­sig­keit füh­ren soll­te (1. Vier­jah­res­plan).

Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen

Im April 1932 bean­trag­te die Stadt Pin­ne­berg Kre­di­te zur Durch­füh­rung von Arbeits­be­schaf­fungs­maß­nah­men. Fried­rich Strupp als stell­ver­tre­ten­der Bür­ger­meis­ter begrün­de­te den Kre­dit­an­trag mit der Ver­pflich­tung der Stadt aus dem Ein­ge­mein­dungs­ver­trag, eine Ver­bin­dungs­stra­ße nach Thes­dorf zu bau­en und der Bereit­schaft des Frem­den­ver­kehrs­ver­ei­nes und der Rosen­züch­ter, einen Rosen­park anzu­le­gen.

Sport

Der „Turn‑, Spiel- und Schwimm­ver­ein Uni­on von 1888 Pin­ne­berg“ (TSS) war einer von den drei bür­ger­li­chen Sport­ver­ei­nen Pin­ne­bergs, die nach der natio­nal­so­zia­lis­ti­schen Macht­über­nah­me in Pin­ne­berg bestehen blie­ben, wäh­rend die sozia­lis­ti­schen Ver­ei­ne sich inner­halb weni­ger Mona­te auf­lö­sen muss­ten.

Hitlerjugend

In einem Arti­kel im Pin­ne­ber­ger Tage­blatt vom 9.1.1935 heißt es, „das Ide­al, das die Hit­ler­ju­gend ver­folgt, ist die deut­sche Arbei­ter­ju­gend, eine ein­heit­li­che deut­sche Jugend, wel­che im Berufs­le­ben steht und für ihren Beruf lebt.“ Aller­dings waren es eher die Gelän­de­spie­le, Fahr­ten, Lager und Lie­der, die den Reiz für die meis­ten Jugend­li­chen in der HJ aus­mach­ten.

Sturm Abteilung (SA)

Die Pin­ne­ber­ger Sturm­ab­tei­lung der NSDAP, kurz SA genannt, wur­de bereits am 14.2.1931 auf dem Gelän­de hin­ter dem Gast­haus „Oster­hol­der Quel­len­tal“ gegrün­det. Die Fah­nen­wei­he nahm SA-Ober­­füh­­rer Haupt­mann a.D. Heusch­kel vor, des­sen berüch­tig­tes Frei­korps 1919 in Pin­ne­berg fei­er­lich in die Reichs­wehr über­nom­men wor­den war.

Machtergreifung in Pinneberg

Am 30.1.1933 war Hit­ler am Ziel: Er wur­de zum Reichs­kanz­ler ernannt. Kurz dar­auf ließ er die Par­la­men­te auf­lö­sen. Der Reichs­tag soll­te am 5.3.1933 neu gewählt wer­den, die Stadt­ver­tre­tun­gen eine Woche spä­ter. Sowohl zur Reichs­tags­wahl als auch zur Kom­mu­nal­wahl konn­ten alle bestehen­den Par­tei­en antre­ten. Die Wah­len waren jedoch nicht mehr als frei zu bezeich­nen und je näher der Wahl­tag rück­te, des­to grö­ßer wur­de die Unter­drü­ckung durch die Natio­nal­so­zia­lis­ten.