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Herrschaft Pinneberg

1640 fiel die Herr­schaft Pin­ne­berg an den däni­schen König Chris­ti­an IV. als Her­zog von Hol­stein. Inner­halb des däni­schen Gesamt­staa­tes behielt die Herr­schaft Pin­ne­berg immer eine Son­der­stel­lung. Der hie­si­ge Ober­be­am­te des Königs war der Landd­rost.

Grafschaft Holstein(-Pinneberg) und Schaumburg

Pin­ne­berg wur­de das ers­te Mal 1351 in einer Urkun­de erwähnt. Die Bedeu­tung des Orts­na­men Pin­ne­berg ist nicht ein­deu­tig geklärt. Die Keim­zel­le Pin­ne­bergs war das Schloss, das Graf Otto III. von Hol­stein-Schau­en­burg 1470–74 erbau­en ließ. Das Schloss lag in dem Drei­eck zwi­schen Schloss­stra­ße, Müh­len­stra­ße und Bahn­li­nie.

Vor- und Frühgeschichte

Als Vor- und Früh­ge­schich­te wird der Zeit­raum bezeich­net, der sich von den Anfän­gen der Mensch­heit bis zu den ers­ten schrift­li­chen Über­lie­fe­run­gen erstreckt. Wich­ti­ge Erkennt­nis­se über das Leben der Men­schen in die­ser Zeit gewin­nen die Archäo­lo­gen über­wie­gend durch Aus­gra­bun­gen. Anhand der Fun­de las­sen sich vie­ler­lei Rück­schlüs­se zie­hen, zum Bei­spiel über Nah­rungs­zu­be­rei­tung, Her­stel­lung von Klei­dung und Bestat­tungs­bräu­che. Auch hier im Pin­ne­ber­ger Raum fand man bei Aus­gra­bun­gen Gefä­ße, Werk­zeu­ge und ande­re Gegen­stän­de, die bele­gen, dass auch hier schon Men­schen leb­ten, lan­ge bevor es einen Ort namens Pin­ne­berg gab.

Eisenbahn als Schrittmacher der Industrialisierung in Pinneberg

Die Eisen­bahn war wie über­all in Euro­pa auch in Schles­wig-Hol­stein das eigent­li­che Sym­bol für die Moder­ni­sie­rung im 19. Jahr­hun­dert. Mit ihrer Mög­lich­keit, gro­ße Güter­men­gen preis­güns­tig in kur­zer Zeit über wei­te Stre­cken trans­por­tie­ren zu kön­nen, wur­de sie zum Schritt­ma­cher der Indus­tria­li­sie­rung. In der wirt­schaft­li­chen Auf­schwungspha­se nach den napo­leo­ni­schen Krie­gen grün­de­ten sich Ende der 1820er Jah­re die ers­ten Indus­trie­be­trie­be in Schles­wig-Hol­stein. Bei der Stand­ort­wahl war eine gute Ver­kehrs­an­bin­dung beson­ders wich­tig. Von Rein­hard Schlif­ke.

Pinnebergs Wirtschaft vor der Industrialisierung

Zu den Auf­ga­ben des 1735 gegrün­de­ten Gene­ral-Lan­­de­s­öko­­­no­­mie und -Kom­merz­kol­le­gi­ums in Kopen­ha­gen gehör­te auch das Sam­meln und Aus­wer­ten von Infor­ma­tio­nen über die wirt­schaft­li­chen Ver­hält­nis­se in den ein­zel­nen Regio­nen des Gesamt­staa­tes. Die­sem Kol­le­gi­um ver­dan­ken wir ver­mut­lich den ers­ten umfas­sen­den „Wirt­schafts­be­richt“ über die Herr­schaft Pin­ne­berg. Von Die­ter Beig und Wolf­gang J. Domey­er.

J.G. Dibbern

Claus Dib­bern, geb. am 24. Dez. 1786, grün­de­te 1815 ein Manu­fak­tur­wa­ren­ge­schäft in Alto­na in der Rei­chen­stra­ße. Johann Gott­lieb Dib­bern, geb. am 15. Mai 1801, trat als spä­te­rer Namens­ge­ber gleich nach der Grün­dung in das Geschäft sei­nes Onkels, Claus Dib­bern, ein.