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Duckomenta — Die geheimnisvolle Welt der Enten

Seit 1986 ist die DUCKOMENTA in vie­len Kunst­mu­se­en zu Gast gewe­sen, oft mit Besu­cher­re­kor­den. Beson­ders als Aus­stel­lung für Fami­li­en, für Jung und Alt, wird die DUCKOMENTA immer wie­der gelobt und freu­dig begrüßt. In amü­san­ter Wei­se gibt sie ein Stück glo­ba­li­sier­ter Kul­tur wie­der, wobei es sich bei den Akteu­ren um eine Enten­sip­pe han­delt, die sich fast unbe­merkt in die euro­päi­sche, inzwi­schen auch außer­eu­ro­päi­sche Kul­tur geschli­chen hat. Die Künstler*innen von inter­Duck, die seit Anbe­ginn kon­ti­nu­ier­lich an der Wei­ter­ent­wick­lung der Aus­stel­lung arbei­ten, haben inzwi­schen meh­re­re hun­dert Expo­na­te erschaf­fen, die es ermög­li­chen, par­al­lel meh­re­re Aus­stel­lun­gen mit unter­schied­li­chen Schwer­punk­ten zu kura­tie­ren. Im Pin­ne­berg Muse­um ist das The­ma „Som­mer­fri­sche“ vor­herr­schend. Dar­über hin­aus wer­den zahl­rei­che Expo­na­te in die unter­schied­li­chen Abtei­lun­gen der Dau­er­aus­stel­lung des Muse­ums geschmug­gelt — ein beson­de­res Ver­gnü­gen — zumal den Besucher*innen erst bei genaue­rem Hin­schau­en deut­lich wird, dass sich hier die Enten ein­ge­schli­chen haben. In der Dros­tei wird sich die Aus­stel­lung, der his­to­ri­schen Atmo­sphä­re ent­spre­chend, haupt­säch­lich dem The­ma Por­trät in der für den Barock typi­schen „Peters­bur­ger Hän­gung“ wid­men. Die Expo­na­te der Dros­tei wer­den im Novem­ber in das Indus­trie­mu­se­um in Elms­horn umzie­hen. Einen …

Detlef Allenberg 01.06. – 30.06.2021 — verlängert!

Vom 01.06. bis 30.06.2021 prä­sen­tiert das Pin­ne­berg Muse­um erst­mals eine rein digi­ta­le Aus­stel­lung. Gezeigt wer­den Kunst­wer­ke von Det­lef Allen­berg. Allen­berg, der die­ses Jahr sei­nen 83. Geburts­tag fei­ert, zeich­net sich seit jeher durch sei­ne Viel­fäl­tig­keit aus. Des­halb wer­den in der Aus­stel­lung erst­ma­lig auch Wer­ke zu sehen sein, die aus­schließ­lich digi­tal geschaf­fen wur­den. Für die Erstel­lung arbei­te­te der jung­ge­blie­be­ne Künst­ler mit einem Tablet. Viel Spaß beim Erkun­den die­ser ein­ma­li­gen Aus­stel­lung: https://artspaces.kunstmatrix.com/node/6144979 Zur Per­son: 1946 „stran­de­te“ Det­lef Allen­berg mit sei­nen Eltern und den jün­ge­ren Geschwis­tern Ebba und Jens nach den Wir­ren der Flucht aus Ost­preu­ßen in Pin­ne­berg, wo er bis heu­te lebt und arbei­tet. Nach der Grund­schul­zeit an der Rübe­kamp­schu­le und dem Abitur am Chris­ti­a­nae­um folg­te das Stu­di­um an der Hoch­schu­le für bil­den­de Küns­te und an der Uni in Ham­burg. Beglei­tet wer­den schon die­se Sta­tio­nen der Kind­heit und Jugend vom viel­fäl­ti­gen krea­ti­ven und künst­le­ri­schen Poten­ti­al Allenbergs.

Digital: Claras Bilder — Die Pinneberger Malerin Clara von Sivers

Cla­ra wur­de am 29. Okto­ber 1854 als Toch­ter von Bau­meis­ter Her­mann Georg Krü­ger und Catha­ri­na Doro­thea Lüth­ge in Pin­ne­berg gebo­ren. Das Ehe­paar hat­te zwei Söh­ne und vier Töch­ter, von denen drei — Cla­ra, Rosa und Eli­sa­beth – Male­rin­nen wur­den. „Seit frü­hes­ter Kind­heit ist mei­ne Lie­be zur Kunst und schö­nen Natur ange­regt wor­den durch mei­nen Vater, der Archi­tekt war und mei­ne Mut­ter, die Auge und Herz für alles Gros­se und Schö­ne hat­te, so durf­te ich schon mit 15 Jah­ren mich ganz der Kunst wid­men (und) erhielt vor­züg­li­chen Unter­richt.“ Sie nahm Unter­richt in Kopen­ha­gen, vor allem bei Otto Did­rik Ottesen (1816–1892), aber auch bei ande­ren Künst­lern in Dres­den, Stutt­gart, Lyon und Paris. Stu­di­en­rei­sen führ­ten sie mehr­mals in die Nie­der­lan­de, wo sie die gro­ßen Meis­ter der Still­le­ben stu­die­ren konn­te. 1878 hei­ra­te­te Cla­ra den bal­ti­schen Mari­ne­of­fi­zier Peter Her­mann Jegor von Sive­rs (1853–1892), der einem bal­ti­schen Adels­ge­schlecht ent­stamm­te. Das Ehe­paar leb­te auf zwei Land­sit­zen in Est­land, wo 1879 der Sohn Her­mann (†1958) zur Welt kam. Die bei­den trenn­ten sich jedoch 1888. Cla­ra führ­te aller­dings wei­ter­hin den ange­hei­ra­te­ten Namen von Sivers …

denn sie wußten, was sie taten”

Denk­an­stö­ße statt Hel­din­nen­ver­eh­rung Zum Start der Frau­en-Akti­on­s­­wo­chen: Minis­te­rin eröff­net Aus­tei­lung im Muse­um Pin­ne­berg (bw). Mut, Wil­lens­kraft oder Eigen­sinn zeich­ne­ten die­se Frau­en aus — und manch­mal auch alle drei Cha­rak­ter­ei­gen­schaf­ten zusam­men. Ob Ent­fal­tung der eige­nen Per­sön­lich­keit oder Ver­fol­gung eines über­ge­ord­ne­ten Ziels: Kon­zen­triert und kon­se­quent gin­gen sie ihren eige­nen Weg -„denn sie wuß­ten, was sie taten“. Die­ses Mot­to, titel­ge­bend auch für die Pin­ne­ber­ger Ver­an­stal­tungs­rei­he zum Inter­na­tio­na­len Frau­en­tag, ist der Name einer sehens­wer­ten Aus­stel­lung, die ges­tern im Stadt­mu­se­um in Anwe­sen­heit der Kie­ler Minis­te­rin für Frau­en, Jugend, Stä­d­­te- und Woh­nungs­bau, Ange­li­ka Birk (Grü­ne), eröff­net wurde.

Schulgeschichte in Pinneberg

Der Rohr­stock liegt griff­be­reit auf dem Pult Im Stadt­mu­se­um zu erle­ben: Schu­le in der guten alten Zeit dh Pin­ne­berg — In wei­ßen Krei­de­buch­sta­ben prangt es auf der gro­ßen schwar­zen Schul­ta­fel: „Herz­lich will­kom­men!“ Doch sowohl die stren­ge Süt­­ter­­lin-Schrift als auch der gefürch­te­te Rohr­stock auf dem Kathe­der des Leh­rers ver­mit­teln eine Ahnung davon, daß es im Schul­un­ter­richt der „guten alten Zeit“ auch alles ande­re als herz­lich zuge­hen konnte.

Arztzimmer als Gesamtkunstwerk

Aus­stel­lung zum 88. Geburts­tag von Rudolf Grothkop – Bil­der, Boh­rer und Behand­lungs­stuhl gestif­tet. Die schwin­den­de Kraft sei­ner Augen hat ihm ganz neue Seh­wei­se eröff­net. Die jüngs­ten Bil­der des Pin­ne­ber­ger Künst­lers und Zahn­arz­tes Rudolf Grothkop sind abs­trak­ter, jedoch viel far­ben­fro­her und kon­trast­rei­cher. Von Peter Schweinberger.

Kulturgeschichte aus dem Familienalbum

4.Mai – 17. Juni 1995 Das „Jubi­lä­um“ wur­de gera­de noch ver­hin­dert. „Zehn Jah­re kein Muse­um“, so bemerk­te die Pin­ne­ber­ger Hei­mat­bund — Vor­sit­zen­de Wieb­ke Rudolph, das wäre wahr­haf­tig kein Grund zum Fei­ern gewe­sen. Statt des­sen konn­te nun auf die Eröff­nung des Pin­ne­ber­ger Stadt­mu­se­ums ange­sto­ßen wer­den. Nach zähem Rin­gen — vor allem um die Finan­zie­rung — ent­stan­den im alten Amts­ge­richt stil­vol­le Ausstellungsräume.

Baumstarke Ausstellung im Gericht

Inter­es­san­te Rei­se durch die Bio­lo­gie und Kul­tur­ge­schich­te. mg Pin­ne­berg — Am Anfang ist das Samen­korn, am Ende die fer­ti­ge Pflan­ze. Dazwi­schen liegt für die Baum­schuler im Kreis Pin­ne­berg viel Arbeit und für die Besu­cher einer Aus­stel­lung über Bäu-me im ehe­ma­li­gen Pin­ne­ber­ger Amts­ge­richt der Gang durch vier Schau­räu­me. Bei der Eröff­nung mach­ten etwa 70 Besu­cher eine Rei­se durch Bio­lo­gie und Kul­tur­ge­schich­te des Bau­mes, die bei his­to­ri­schen Saat­fla­schen und fer­ti­gen Steck­lin­gen im Foy­er anfing und endete.

Vor 100 Jahren ist die Stadt Pinneberg ein nahezu idyllischer Kurort gewesen

Pin­ne­berg. Auf den Spu­ren der „Som­mer­frisch­ler“ anno 1900 lust­wan­deln und eine Rei­se in das Pin­ne­berg um die Jahr­hun­dert­wen­de antre­ten, kön­nen Hei­ma­t­in­ter­es­sier­te ab heu­te in dem alten Amts­ge­richt an der Pin­ne­ber­ger Ding­stät­te. Um 11 Uhr eröff­net die lang erwar­te­te ers­te Aus­stel­lung, die die Stadt Pin­ne­berg gemein­sam mit dem Orts­ver­ein Pin­ne­berg des Schles­­wig-Hol­stei­­ni­­schen Hei­mat­bun­des orga­ni­siert hat, in dem roten Back­stein­haus neben der Dros­tei. Das Haus, das viel­leicht eines Tages Pin­ne­bergs Hei­mat­mu­se­um sein wird, lädt zu einem Bum­mel in die Ver­gan­gen­heit der Kreis­stadt ein. Von Bea­tri­ce Schnurr