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Volksgemeinschaft

Der poli­ti­sche Erfolg der Natio­nal­so­zia­lis­ten wuchs, weil auch für die noch nicht wie­der in den Arbeits­pro­zess ein­ge­glie­der­ten Bevöl­ke­rungs­tei­le mit gro­ßem pro­pa­gan­dis­ti­schem Auf­wand gesorgt wur­de. Dabei knüpf­te die NSDAP beson­ders an die schon zur Zeit der Wei­ma­rer Repu­blik täti­ge Win­ter­hil­fe an. Die­se Auf­ga­be über­nahm jetzt die NS-Volks­­­wohl­­fahrt (NSV), nach der DAF (Deut­schen Arbeits­front) die größ­te natio­nal­so­zia­lis­ti­sche Mas­sen­or­ga­ni­sa­ti­on.

Britische Militärregierung

Als am 8.Mai 1945 der Zwei­te Welt­krieg in Euro­pa been­det war, über­nah­men die vier Sie­ger­mäch­te — Sowjet­uni­on, USA und Groß­bri­tan­ni­en sowie Frank­reich die Hoheits­ge­walt über das Deut­sche Reich und teil­ten sein Gebiet unter­ein­an­der in Besat­zungs­zo­nen auf oder glie­der­ten es aus.

DP-Lager Eggerstedt-Kaserne

In der letz­ten Pha­se des Krie­ges dien­te die Kaser­ne u.a. zur Unter­brin­gung von Trup­pen­tei­len und Flücht­lin­gen aus dem Osten. Horst Alms erin­nert sich an sei­ne Flucht aus Oppeln: ” … So lan­de­ten wir dann in Pin­ne­berg! In der Egger­stedt-Kaser­­ne, Block VI. … , wir waren da viel­leicht an die 40 Per­so­nen. Wir wur­den unter­ge­bracht im Block VI, oben im Spitz­bo­den. Feld­bet­ten wur­den auf­ge­stellt. Decken haben wir gekriegt … Und die Ver­pfle­gung haben wir auch in der Kan­ti­ne gekriegt, in der Küche der dama­li­gen Wehr­macht.“

Der Bomber am Hollandweg

Schon 1980 wur­de das Foto eines ame­ri­ka­ni­schen B‑17 Bom­bers, der im zwei­ten Welt­krieg abge­schos­sen und am Hol­land­weg in Pin­ne­berg nie­der­ge­gan­ge­nen ist, im Buch „Alt Pin­ne­berg“ von Die­ter Beig ver­öf­fent­licht. In dem Zusam­men­hang berich­te­te ein Augen­zeu­ge von der Ermor­dung eines alli­ier­ten Flie­gers in Appen durch einen fana­ti­schen Natio­nal­so­zia­lis­ten, jedoch gab es kei­ner­lei Doku­men­te zum Her­gang der Gescheh­nis­se. Erst auf­grund eines Gut­ach­tens über mög­li­che Kampf­mit­tel­be­las­tun­gen im Bereich der Egger­stedt-Kaser­­ne, das für die Ober­fi­nanz­di­rek­ti­on Nie­der­sach­sen erstellt wur­de, war es mög­lich die­ses Kriegs­er­eig­nis auf­zu­klä­ren.

Eggerstedt Kaserne

Schon seit Okto­ber 1934 bemüh­te sich der Pin­ne­ber­ger NSDAP-Bür­ger­­meis­­ter Back­haus aus natio­nal­so­zia­lis­ti­schem Sen­dungs­be­wusst­sein in diver­sen Schrei­ben an Ent­schei­dungs­trä­ger der zustän­di­gen Minis­te­ri­en mit der Bit­te um Ein­quar­tie­rung von Mili­tär in Pin­ne­berg.

Kriegsvorbereitung

Schon bald nach der Macht­über­nah­me begann im August 1933 die Orga­ni­sa­ti­on des Luft­schut­zes in der Stadt Pin­ne­berg. Ab Dezem­ber 1933 wies im Zen­trum der Stadt direkt vor dem Rat­haus eine auf­fäl­li­ge sym­bo­li­sche Flie­ger­bom­be auf den jetzt als not­wen­dig ange­se­he­nen Luft­schutz hin.